FDP zeigt Rückgrat beim Kunstrasenplatz

In der Sportausschusssitzung vom 22.November wurde mit den Stimmen aller anderen Fraktionen der Bau des Kunstrasenplatzes, der zu 75 % aus dem städtischen Haushalt finanziert wird, beschlossen. „Wir sind weder gegen den SV Thomasstadt noch gegen den Kunstrasenplatz an sich“, sagt Sportausschussmitglied Sven Superat, „aber dieses Finanzierungsmodell können wir angesichts sinkender Gewerbesteuereinnahmen und anderer Probleme, die auf uns zukommen oder die uns aufgezwungen werden, nicht mittragen.

 

Wir als FDP Kempen haben schon vor drei Jahren als eine der ersten Spender, Geld für den Bau eines Kunstrasenplatzes an den SV Thomasstadt überwiesen. Die damals getroffene Absprache, dass die Stadt die fälligen 300.000 Euro für die Sanierung des alten Platzes übernimmt und der darüberhinausgehende Finanzbedarf durch den Verein geschultert werden muss, haben aber sowohl die Verwaltung und der damalige Vorstand des SV Thomasstadt als auch die anderen Fraktionen vergessen.“

 

Ein weiterer Kritikpunkt der FDP war an dem Freitag auch die Vergabe der Namensrechte. Dazu Sven Superat: „Auch bei der Vergabe der Namensrechte, über die im Vorfeld nicht einmal diskutiert wurde, sehen wir die Schuld bei der Verwaltung. Wir wären bereit gewesen hier eine sachgerechte Lösung zu finden, wenn die Verwaltung das Thema früher auf die Tagesordnung gebracht hätte. Da aber nicht einmal darüber diskutiert wurde und wir hier vor vollendete Tatsachen gestellt wurden, waren wir nicht bereit den Beschluss mitzutragen. Nur weil Namenssponsoring ein üblicher Teil einer Sportstättenfinanzierung ist kann es nicht bedeuten, dass die Politik – als Repräsentanten der Bürger - bei dem Thema erst einmal nichts zu sagen hat.“ 

 

 

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