Grams und Lommetz: Kempen darf den digitalen Fortschritt nicht verschlafen

Der digitale Fortschritt verändert unser Privatleben, unserer Arbeitswelt und unsere Wirtschaft nachhaltig. Damit die Menschen die Chancen der Digitalisierung nutzen können, muss die Politik gezielt Zukunftsimpulse setzen. Nach übereinstimmenden Medienberichten scheint sich nun die Bundesregierung darauf verständigt zu haben, durch die Änderung des Telemediengesetzes ein echtes offenes WLAN in Deutschland zu ermöglichen. Die Hemmnisse wie Vorschaltseiten, Verschlüsselung sowie die Belehrung der Nutzer über Rechtsverletzungen sollen ersatzlos wegfallen. Hierzu erklären der Vorsitzende der Freien Demokraten Kempen, Felix Grams, und Ratsherr Bernhard Lommetz:

 

„Derzeit liegt Deutschland in der Ausbreitung des freien WLANs im internationalen Vergleich immer noch weit zurück. Während in Osteuropa, Israel, den USA, China, Frankreich oder Großbritannien frei verfügbare WLAN-Netze wie selbstverständlich zur Infrastruktur dazugehören, verzettelte sich die Bundesregierung hierzulande viel zu lang im Klein-Klein. Vor dem Hintergrund der anstehenden Gesetzesänderung muss sich die Stadt Kempen entsprechend auf die sich daraus

ergebenden, neuen Möglichkeiten vorbereiten“, so Lommetz.

 

Auf dem Kempener Buttermarkt gibt es zum Beispiel durch das privat organisierte „Freifunk-Netz“ schon seit 2014 zugängliches WLAN. Das ist neben einigen anderen Standorten ein erfreulicher erster Anfang. Nach Meinung der FDP soll sich dieses Angebot aber so weit wie möglich im gesamten Stadtgebiet von Kempen ausweiten. Verschiedene Initiativen waren bislang am fehlenden Willen der Verwaltung gescheitert. „Kürzlich war in der WZ zu lesen, dass die Arbeit der Kempener Stadtverwaltung als ‚klassisch, konservativ und bewährt‘ bezeichnet wurde. Vielleicht ist diese Einstellung nicht sonderlich förderlich für die Digitalisierung der Stadt“, so Grams.

 

„Wir fordern die Erstellung eines Konzepts zum schnellen weiteren Ausbau des freien WLANs innerhalb aller Kempener Stadtteile. Statt zu blockieren sollte die Stadtverwaltung mit dem zu erarbeitenden Konzept proaktiv auf die Gewerbetreibenden zugehen und von der Hemmnisbeseitigung seitens der Bundesregierung aufklärend berichten. Die Verwaltung muss bei der Einführung von leistungsfähigem freien WLAN den Unternehmen unterstützend zur Seite stehen und es zielführend bewerben. Das ist auch ein Aspekt der Wirtschaftsförderung. Denn durch die Zurverfügungstellung von freiem WLAN in Cafés, in Geschäften und in öffentlichen Einrichtungen können Gäste und Kunden gewonnen und gebunden werden. Das wäre ein tolles Aushängeschild für unsere Stadt und trägt zu einer weiteren Steigerung der Lebensqualität bei“, ergänzt Grams.

 

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Hier geht es zu der Berichterstattung der Rheinischen Post. 

 

 

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