Grams und Boves: Städtisches Umdenken ist Schritt in die richtige Richtung

Der aktuellen Berichterstattung zufolge hat sich die Stadt Kempen von der ursprünglich geplanten Leichtbauweise für die Flüchtlingsunterbringung nach dem Willicher Vorbild verabschiedet. Dies hatte die FDP Kempen bereits am 11.07 gefordert, da davon ausgegangen werde müsse, dass viele der Flüchtlinge ein Bleiberecht erhalten werden und auch langfristig nutzbarer Wohnraum benötigt werde. Die neue Situation schätzen der FDP-Vorsitzende Felix Grams und Ratsherr Jörg Boves auch als Chance ein:

 

„Es war davon auszugehen, dass letztlich eine dauerhafte Lösung gesucht wird, dennoch wurde auf Basis einer Übergangslösung mit einem Containerdorf geplant. Das war ein großer Fehler. Jetzt muss die Stadt unsere Forderung nach einer zukunftsorientierten, nachhaltigen und massiven Bauweise, die sowohl für die Menschen auf der Flucht als auch zukünftig als günstiger Wohnraum genutzt werden kann, prüfen“, so Grams. Richtungsweisend nennt Grams erneut die Modulbauten in Geilenkirchen. „Ein entsprechendes Umdenken der Verwaltung würden wir ausdrücklich unterstützen. Allerdings ändert die Überlegung nichts an der schlechten Eignung des Standorts Schmeddersweg. Wir brauchen ein dezentrales Unterbringungskonzept“, ergänzt Ratsherr Boves.

 

Doch auch im Bereich der Arbeitsmarktintegration sieht Boves erheblichen Besserungsbedarf. „Wir dürfen neben dem noch dominierenden Thema Unterbringung die Eingliederung in den Arbeitsmarkt nicht vergessen. Viele Flüchtlinge sind jetzt schon seit über einem Jahr zum Nichtstun verdammt und kommen nach erfolgreichen Sprachkursen nicht weiter. Helfer beklagen sich immer wieder bei uns über schleppende Verfahren, zu viel Bürokratie und fast keine Möglichkeit, die Flüchtlinge an eine Praktikumsstelle zu vermitteln“, erklärt Jörg Boves.

 

 

Hier geht es zu der Berichterstattung der RP vom 18.08.2016.

 

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