Wortbeitrag Rathausneubau

Das Asylbewerberheim Schmeddersweg wurde sehr preisgünstig errichtet. Warum kann man nicht in ähnlicher Bauweise ein rein technisches Rathaus zu einem Festpreis erstellen lassen? Ich wiederhole: Festpreis heißt das Zauberwort gegen ausufernde Kosten, wenn die Verwaltungsspitze keine Kontrolle durch einen Lenkungsausschuss will.

 

Der Rathaus-Neubau ist ein wichtiges Projekt, das uns in den nächsten Jahren in Kempen begleiten wird. Auch wir wissen: Das Kempener Rathaus ist zu klein und sanierungsbedürftig, und wir haben zu viele Nebenstellen. Ich sage ganz klar: Wir stehen zu einem neuen Rathaus, aber nicht, wie Sie das hier vorschlagen. Wir vermissen einen Wirtschaftlichkeitsvergleich!

 

Die Gemeinde-Haushaltsverordnung NRW in § 14 Investitionen verlangt das wortwörtlich: Für einen Wirtschaftlichkeitsvergleich soll in mehreren in Betracht kommenden Möglichkeiten durch einen Vergleich der Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie der Folgekosten die für die Gemeinde wirtschaftlichste Lösung ermittelt werden. Das fehlt hier komplett!

 

Außerdem gibt es Ungereimtheiten über die Unterbringung der Mitarbeiter. Die drei Gebäude sind für 100 – 110 Mitarbeiter vorgesehen. Es werden wahrscheinlich nur ca. 94 dort untergebracht werden können, es müssten aber doch viel mehr Mitarbeiter sein. Wo werden die restlichen Personen arbeiten?