Aktuelles aus Partei und Fraktion

Liebe Besucherin, lieber Besucher,

 

herzlich Willkommen auf der Seite der Freien Demokraten Kempen. Auf dieser Seite finden Sie aktuelle Informationen des Stadtverbandes und der Ratsfraktion. Wenn Sie ein Anliegen haben oder mehr Informationen über uns erhalten möchten, freuen wir uns über ihre Nachricht.

 

Oder beteiligen Sie sich bei uns: Kommen Sie zu einer unserer Veranstaltungen, diskutieren Sie mit uns und bringen Sie sich ein. Wir freuen uns auf Sie!

 

Ihre

 

Freien Demokraten

 

Europawahl 2019
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12. April 2019

 

Chancen für Europa durch eine gemeinsame Stimme!

 

Die großen Fragen unserer Zeit erfordern gemeinsame europäische Antworten: Beim Freihandel, den wir gegen zunehmenden Protektionismus in der Welt, gerade auch von Populisten, verteidigen müssen. Denn freier Handel bringt allen, die daran beteiligt sind, mehr Wohlstand, in welchem Land auch immer. Auf Augenhöhe mit den USA, Russland oder China verhandelt Europa aber nur, wenn es mit einer Stimme spricht.

Oder auch bei der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik bis hin zum Aufbau einer europäischen Armee. Für den gemeinsamen Schutz der Außengrenzen zum Beispiel muss die Grenzschutzagentur Frontex endlich zu einer echten europäischen Grenzschutzbehörde mit eigenen Handlungsbefugnissen und Personal ausgebaut werden. Die Mitgliedstaaten an den geografischen Außengrenzen dürfen hier nicht allein gelassen werden. Und beim Einwanderungs- und Asylrecht muss auf rechtsstaatliche Prinzipien und vor allem auf faire Lösungen gesetzt werden.

 

Geht wählen - Sonntag, 26. Mai

08. April 2019

 

Chancen für Europa durch Freiheit und gemeinsame Werte!

 

Europa basiert auf einer gemeinsamen freiheitlichen Werteordnung. Es ist nicht ein Europa der Wirtschaft, Behörden und Institutionen, sondern ein Europa der Menschen. Sie teilen ein gemeinsames Bewusstsein für fundamentale Menschen- und Freiheitsrechte. Der Drang der Menschen nach Freiheit hat den Eisernen Vorhang zerrissen. Freiheit braucht einen überall in der Europäischen Union funktionierenden Rechtsstaat, eine unabhängige Justiz und eine freie Presse. Der Rechtsstaat verteidigt diese Werte und benötigt dazu wirksame Mittel. Gerade auch gegen populistische Kräfte, die diese Werte angreifen. Und er gleicht das menschliche Grundbedürfnis nach Sicherheit mit der Geltung von Grund- und Menschenrechten aus. So sind wir auch glaubwürdige Gesprächspartner in Sachen Recht und Freiheit gegenüber den Ländern, mit denen wir Handel treiben oder anderweitige Beziehungen pflegen.

29. März 2019

 

Chancen für Europa durch eine dynamische Wirtschaft!

 

Digitaler Binnenmarkt, europäische Energiepolitik und Zukunftsinvestitionen: Europa muss die Grundlagen seines Wohlstands sichern und neue Chancen schaffen. Für den EU-Binnenmarkt brauchen wir faire Wettbewerbsregeln – ebenso wie faire Chancen für den Mittelstand. Denn kleine und mittlere Unternehmen sind das Rückgrat der europäischen Wirtschaft und Motor für Wachstum und Innovation.

Zentral ist eine solide Politik beim Euro. Hier müssen alle Staaten mehr Verantwortung übernehmen und sich an die gemeinsam beschlossenen Regeln halten. So erhalten wir eine starke und stabile Gemeinschaftswährung. Den Energie- und Klimaschutz können wir auch nur gemeinsam angehen – international mithilfe des Emissionshandels.

Nur mit mehr Mut kann Europa die Grundlagen seines Wohlstands sichern und neue Chancen für die Bürgerinnen und Bürger schaffen. Setzen wir die Dynamik Europas frei!

22. März 2019

 

Chancen für Europa durch tolle Ideen!

 

In einer Welt voller Veränderungen werden wir auch in Zukunft nur dann erfolgreich sein, wenn Europa besonders innovativ, kreativ und schnell ist. Wir Freie Demokraten wollen genau deswegen die Forschung und Entwicklung fördern und auch die Rahmenbedingungen für Start-ups und junge Unternehmen deutlich verbessern.

14. März 2019

 

Chancen für Europa durch beste Bildung!

 

Die größten Chancen – gerade auch für junge Menschen – entstehen durch Bildung, Forschung und Innovationen. Sie sichern das persönliche Vorankommen jeder und jedes Einzelnen und den Wohlstand des ganzen Kontinents. Wer die Chancen in Europa nutzen können soll, muss Europa kennen lernen können. Und das so früh wie möglich. Wir wollen deshalb, dass EU-Bürgerinnen und EU-Bürger Bildungsangebote in jedem EU-Land ihrer Wahl wahrnehmen können. Das muss für die Menschen genauso erfahrbar werden wie das Reisen ohne Schlagbäume. Deswegen fordern wir die Einführung einer neuen Grundfreiheit – der Bildungsfreizügigkeit! Ob im Schüleraustausch in Frankreich, der Berufsausbildung in Schweden, im Studium in Polen oder im Freiwilligendienst in Malta – Europa soll schon früh mit all seinen Facetten, Kulturen und Eigenheiten erfahrbar sein. Wer andere Länder so erlebt, beginnt sie zu lieben – und Europa wächst zusammen.

05. März 2019

 

Chancen für Europa durch eine neue Verfassung

 

Die Europäische Union gewinnt neue Chancen durch mehr Nähe und Mitspracherecht. Wir wollen die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger stärken, institutionelle Reformen vorantreiben und dabei Bürokratie abbauen. Das Europäische Parlament soll endlich auch eigene Gesetzesinitiativen einbringen können. Die EU-Kommission soll verkleinert werden. Und bis spätestens 2022 muss ein Europäischer Konvent einberufen werden, der den Weg zu einer gemeinsamen Verfassung ebnet. Die Europäische Union muss ihre Strukturen grundlegend überdenken. Denn nicht alles muss in Brüssel entschieden werden. Wir brauchen mehr Vertrauen in die Stärken vor Ort.

25. Februar 2019

 

Chancen nutzen - Europa besser machen

 

Wir Freien Demokraten wollen die Europäische Union reformieren und damit die ungenutzten Potentiale Europas entfesseln. Menschen aller Bevölkerungsgruppen sollen unmittelbar in ihrem Alltag erfahren können, warum Europa ihre Zukunft ist. Dazu brauchen wir Mut zu Reformen und neue Impulse. Wir müssen vieles anders und besser machen, damit wir uns neu für Europa begeistern können.

10. Januar 2019

 

Unsere Agenda für die Fleißigen

 

Laden Sie sich das Flugblatt als PDF einfach herunter und informieren Sie sich, was die FDP alles geplant hat:

Wir freien Demokraten wollen ihnen individuelles Vorankommen durch Freiräume ermöglichen, statt ihnen den Weg durch zusätzliche Hürden zu erschweren. Denn der Fleiß der vielen Millionen Menschen macht in der Summe die Stärke unseres Landes aus.

 

 

Mit einer Agenda für die Fleißigen wollen wir in diese Stärke investieren.

Unsere Agenda für die Fleißigen
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09. Januar 2019

 

Ab dem Kita-Jahr 2020/21 werden in NRW über 1,3 Milliarden Euro pro Jahr zusätzlich in die Kindertagesbetreuung investiert.

 

03. Januar 2019

 

Anregung: Liberale wollen einen Campingplatz für Kempen

 

Kempen In der Thomasstadt gibt es einen beliebten Stellplatz für Wohnmobile. Die FDP schlägt vor, auch einen Campingplatz anzulegen. Von Andreas Reinders Rheinische Post

Kempen ist ein attraktives Reiseziel, allerdings bislang eher nur für Tagestouristen. Wer in Kempen ein Hotelzimmer sucht, findet nur ein eingeschränktes Angebot. Nach der Schließung des Sporthotels am Schmeddersweg Ende 2017 ist die Bettenkapazität weiter eingeschränkt. Ein Privatinvestor plant in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Kempen den Bau eines neuen Hotels auf der Fläche des bestehenden Hallenbades im Badezentrum „Aqua Sol“ an der Berliner Allee. Voraussichtlich in 2021 kann mit dem Hotelbau begonnen, wenn das neue Hallenbad auf dem Gelände des „Aqua Sols“ fertig gestellt ist. Um die Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten auf eine breitere Basis stellen zu können, haben nun die Kempener Liberalen die Ausweisung eines Campingplatzes ins Gespräch gebracht. Einen entsprechenden Prüfantrag hat die FDP-Fraktion kurz vor Weihnachten an Bürgermeister Volker Rübo geschickt.

Die Liberalen wollen mit der Idee eines neuen Campingplatzes auch dem gestiegenen Interesse von Campingfreunden an Stellplätzen in der Region Rechnung tragen. In Kempen gibt es bislang keinen Campingplatz, der nächstgelegene befindet sich am Ortsrand von Vink­rath und ist bei Campingfreunden sehr beliebt.

In Kempen gibt es an der Sportanlage Berliner Allee seit Jahren einen Wohnmobilstellplatz. Auch der ist sehr beliebt. Wohnmobilisten aus Deutschland, den Niederlanden oder Belgien fahren ihn gerne an. Vor allem zu Stadtfesten oder zum Kempener Weihnachtsmarkt kommen viele Auswärtige hierher. Sie schätzen die Anbindung an das Sauna- und Badezentrum „Aqua Sol“, außerdem die Nähe zur Altstadt. Die Kempener CDU-Stadtratsfraktion hat bereits vor Monaten beantragt, die Stadt möge prüfen, ob der Wohnmobilstellplatz nicht erweitert werden kann.

In eine ähnliche Richtung geht nun der Antrag der Liberalen in Sachen Campingplatz. Der sollte ebenfalls im Bereich der Sportanlagen und des „Aqua Sols“ entstehen und sollte bei den anstehenden Planungen für das neue Wohnquartier im Kempener Westen berücksichtigt werden, so die Liberalen. Die Anlage könnte in eine neue Grünfläche integriert werden.

Mit der Errichtung eines Campingplatzes könnte „ein sanfter Übergang“ von dem neuen Stadtteil Kempen-West in den Sport- und Freizeitbereich rund um Sportzentrum und „Aqua Sol“ erreicht werden. Zudem würden sich Synergieeffekte ergeben. „So könnte insbesondere im Sommer auch das Aqua Sol durch Familien und Jugendgruppen von dem Campingplatz profitieren“, erklärt die FDP-Fraktionsvorsitzende Irene Wistuba. Mit dem Fahrrad erreichten die Campingplatzgäste zudem in wenigen Minuten das Eissportzentrum in Grefrath, Tennisanlagen oder Reitställe. Mit einem saisonal betriebenen Campingplatz könne sich Kempen für eine neue touristische Zielgruppe öffnen, so Irene Wistuba.

 

Die Kempener Liberalen wollen mit ihrem Antrag eine breite Diskussion der Idee anstoßen.

 

18. Dezember 2018

 

Haushaltsrede für das Jahr 2019!

 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

sehr geehrte Herren und Damen der Presse,

sehr geehrte Kollegen und Kolleginnen,

liebe Zuhörer und Zuhörerinnen!

 

Marion Gräfin Dönhoff hat einmal gesagt:

„Der legitime Platz eines Liberalen ist zwischen allen Stühlen! Es darf ihn nicht kümmern, wenn er von allen Seiten beschimpft wird. Wer stark genug ist, den Vorwurf der Linken zu ertragen und vor der Rechten nicht in die Knie geht, kann der Zukunft getrost entgegensehen!“ Und genau das haben wir vor!

 

Dennoch gibt es für die Zukunft noch viel zu tun, gerade auch in Kempen.

 

 

Wir Freien Demokraten stehen für eine verantwortungsvolle Haushaltspolitik und für weltbeste Bildung! 

11. Dezember 2018

 

Ehrenurkunde für Christel Scommoda

 

Christel Scommoda ist eine beeindruckende Persönlichkeit. Sie selbst hat in Ihrem Leben früh Verantwortung übernehmen müssen: als älteste von sieben Schwestern und als vertriebene Ostpreußin. Sie hat die Staatsgründung der Bundesrepublik Deutschland miterlebt und sich immer für Demokratie und das Gemeinwohl eingesetzt.

 

Christel Scommoda war lange Zeit Ratsmitglied der FDP, 10 Jahre stellvertretende Bürgermeisterin und zuletzt noch Fraktionsvorsitzende im Stadtrat Kempen. Dieser liebevolle und herausragende Einsatz soll mit einer Ehrenurkunde der Bundes-FDP gewürdigt werden. 

 

30. November 2018

 

Wie wir unsere Freiheit Stück für Stück verlieren

 

Sexismus-Debatte um Plakat in Düsseldorf - Das sagt Sportlerin Morris

Um die Rückansicht von Stabhochspringerin Sandi Morris hat sich in der NRW-Landeshauptstadt eine Sexismus-Debatte entsponnen. Wie diese Zeitung zuerst berichtete, wurde ein Leichtathletik-Meeting mit einem Bild der US-Amerikanerin und dem Slogan „Finale Oho!“ beworben. Das stieß manchem auf, die Plakate werden nun überklebt. Morris selbst findet das schade, wie die 26-Jährige in einem sozialen Netzwerk schreibt: „Dieses Bild zeigt einen starken weiblichen Athleten.“


Hier geht es zum ganzen Artikel

09. Oktober 2018

 

Antrag an den zuständigen Ausschuss!

 

An den zuständigen Ausschuss über Herrn Bürgermeister Rübo

Sehr geehrter Herr Rübo,

die FDP-Fraktion beantragt, auf der Homepage der Stadt Kempen ein Kita-Online-Portal einzurichten.

 

Begründung:

 

Die Suche nach einem freien und passenden Kita-Platz stellt für viele Eltern eine Herausforderung dar. Über ein Kita-Online-Portal haben die Eltern die Möglichkeit, sich über die Angebote aller Träger zu informieren (Filter nach Wohnortnähe; Infor-mationen zum Betreuungsangebot; pädagogische Schwerpunkte; Öffnungszeiten; Personalgröße; Beschreibung zur Innen- und Außengestaltung der Einrichtung; Kon-taktdaten). Daneben besteht die Möglichkeit, die Anzahl freier Plätze der jeweiligen Kitas einzusehen und sich anzumelden (auch Anträge von Kita-Wechsel sind abbild-bar; Angabe von Geschwisterkind). Die Kita-Leitung kann die Platzvergabe prüfen und/oder der Antrag wird direkt an das Jugendamt weitergeleitet. So könnte man die Kita-Leitung entlasten.

 

Vorteile/Mehrwert:

• Für alle Beteiligten: Eltern, Träger und Verwaltung

• Innovativ, zukunftsorientiert und transparent

• Vermeidung von unübersichtlichen Mehrfachanmeldungen

• Kommunikationsaufwand zwischen Eltern und Kita-Leitung kann reduziert werden

• Übersichtliche und einheitliche Plattform für alle Träger in Kempen

• Mögliche Entlastung der Leitungskräfte in den Kitas – mehr Zeit für die fachlichen Aufgaben

 

 

Beispiele von Kommunen, die bereits eine digitale Lösung (zwei verschiedene Varianten/Anbieter) umgesetzt haben. Diese Online-Portale müssten bereits rechtssicher und datenschutzsicher aufgebaut sein.

 

Stadt Kleve:

https://kita-online.krzn.de/KITA-Online/buerger/BuergerStart.action?fallbackGkz=540

Stadt Neukirchen-Vluyn:

https://kita-online.krzn.de/KITA-Online/buerger/BuergerStart.action?fallbackGkz=100

Stadt Willich:

https://kita-online.krzn.de/KITA-Online/buerger/BuergerStart.action?fallbackGkz=280

Stadt Meerbusch:

https://meerbusch.kita-navigator.org/

Stadt Erkelenz:

https://erkelenz.kita-navigator.org/

 

Freundliche Grüße

gez. Irene Wistuba

 

26. September 2018

 

"Brillanter" Festakt zum 70. der FDP!

 

Der frühere Verfassungsrichter Udo Di Fabio begeisterte im Rokokosaal.

 

Kempen. 70 Jahre FDP Kempen – dieser runde Geburtstag wurde am Samstag mit einem Festakt im Rokokosaal des Franziskanerklosters gefeiert. Etwa 90 Gäste, darunter Bürgermeister Volker Rübo und Landrat Andreas Coenen (beide CDU), erlebten einen kurzweiligen Nachmittag, für den vor allem Gastredner Udo Di Fabio sorgte. Die Liberalen konnten den ehemaligen Richter am Bundesverfassungsgericht für die Veranstaltung gewinnen. 

Viele Gäste lobten den Vortrag Di Fabios als „rhetorisch und inhaltlich brillant“. Der Jurist ging auf den Liberalismus ein und auf das eben liberale Grundgesetz. Der Redner erwähnte zudem die Wichtigkeit des Ehrenamtes. Und dazu gehöre auch das politische Ehrenamt in den kommunalen Parlamenten. „Das Ehrenamt hält unsere Gesellschaft zusammen, sonst wäre Deutschland schon längst zusammengebrochen.“

Vor der Rede Di Fabios nutze Irene Wistuba, Fraktionschefin der FDP im Kempener Stadtrat und Viersener Kreistag, die Gelegenheit, einen Blick in die Geschichte der Kempener FDP zu werfen. Gründervater des Ortsverbandes war Werner Lange, der nach dem Zweiten Weltkrieg aus dem Vogtland nach Kempen kam. Er führte an der Engerstraße ein Schreibwarengeschäft – heute „Schreibwaren Beckers“. Lange gehörte zunächst dem St. Töniser Ortsverband der FDP an. Dieser wurde 1946 gegründet und ist der älteste im heutigen Kreis Viersen.

„Herr Lange hat mir mal erzählt, dass er regelmäßig mit dem Rad nach St. Tönis fuhr, um seinem Monatsbeitrag von 20 Pfennigen zu bezahlen“, berichtete Wistuba. Bald hatte Lange aber auch in Kempen Gleichgesinnte gefunden. Und so kam es 1948 zur Gründung der Liberalen. Nach der Kommunalwahl 1952 stellte die FDP sechs von 24 Stadtverordneten. „Stolze 25 Prozent“, betonte Wistuba. Ein Ergebnis, dass aktuell für die FDP wohl unerreichbar ist. Dennoch fährt die Partei in Kempen regelmäßig zweistellige Ergebnisse ein.

Bekannte Kempener Liberale wurden ebenfalls in Wistubas Rede erwähnt: Willy Furth, Ingrid Silbereisen, Heinz Cobbers und Christel Scommoda. Letztere konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen.

Nach den Reden genossen die Gäste den Abend in den Kreuzgängen des Klosters. Für die Musik sorgten die Talente Amy (12) und Ella (14) Thomas aus St. Hubert. Red

 

http://www.e-pages.dk/wzniederrhein/1211/article/782437/16/5/render/?token=8d30678cb3da62d9de4b2b63ae136d4f

05. September 2018

 

Nitrat: Weitere Gespräche in Sachen Gülle-Transporte (von Emily Senf) 

 

Verein fand in Brunnenwasserproben aus dem Kreis hohe Mengen an Nitrat. Auch SPD-Politiker sprachen mit Niederländern.

 

GREFRATH/KEMPEN | (rei) Der Verein zum Schutz des Rheins und seiner Nebenflüsse (kurz: VSR Gewässerschutz) legt für den Kreis Viersen schlechte Ergebnisse vor. Anhand von Brunnenwasserproben haben die Mitarbeiter viel zu hohe Nitratwerte im Grundwasser festgestellt. Die Proben hatten Menschen aus der Region bei einer Informationsveranstaltung der VSR Gewässerschutz Anfang Juli in Nettetal abgegeben. In fast jeder zweiten untersuchten Probe lag die Nitratkonzentration oberhalb des Grenzwertes der deutschen Trinkwasserverordnung von 50 Milligramm pro Liter, teilte nun der Verein mit.

Insgesamt 19 Wasserproben aus privat genutzten Brunnen nahmen Lina Remme, Mitarbeiterin im Bundesfreiwilligendienst, und Harald Gülzow, Projektleiter, entgegen. Diese stammten aus Grefrath, Viersen, Niederkrüchten, Schwalmtal, Nettetal und Brüggen. Der Verein nennt als Grund für die hohen Belastungen die intensive Landwirtschaft. Diese habe sich in den vergangenen zehn Jahren immer weiter ausgebreitet, während die umweltverträglichere Form – der ökologische Landbau – kaum habe wachsen können. Die Mitglieder vom VSR-Gewässerschutz fanden zuletzt bei den Untersuchungen 234 Milligramm Nitrat pro Liter in einem privat genutzten Brunnen in Bracht. Weitere mit Nitraten stark verschmutzte Brunnen stellten die Umweltschützer in Kaldenkirchen mit 124 Milligramm pro Liter, in Hinsbeck (88), in Lobberich (95), in Viersen-Hausen (64) und in Viersen-Bockert (63) fest. Das Wasser sei wegen der Überschreitung der Trinkwasserverordnung nicht zum Trinken geeignet und sollte auch nicht zum Befüllen eines Teichs genutzt werden, da Pflanzen und Fische sterben könnten.

Die Kreispolitik will derweil den Missbrauch bei der Entsorgung von importierter Gülle auf heimischen Feldern bekämpfen. Wie mehrfach berichtet, hat die Kreis-CDU Kontakt zur NRW-Umweltministerin und zu Politikern in den Niederlanden aufgenommen.

Auch SPD-Politiker aus dem Kreis diskutierten jetzt mit niederländischen Kollegen über das Thema. Der SPD-Bundestagsabgeordnete und Kreisvorsitzende Udo Schiefner sprach bei einem gemeinsamen Treffen mit dem Vorsitzenden der SPD-Kreistagsfraktion, Hans Smolenaers, in Kempen mit dem Mitglied der Provinzialregierung der Provinz Limburg, Hubert Mackus, und dem Venloer Ratsherrn Erwin Boom auch über den erhöhten Export niederländischer Gülle nach Deutschland an, der vielen Bürgern im Kreis Viersen noch immer gewaltig stinkt. Das sei ein Problem, das auch in ihrem Land stark diskutiert werde, erklärten die beiden niederländischen Politiker und räumten ein, dass es schwarze Schafe unter den Exporteuren gebe. In den Niederlanden würde nun diskutiert, wie die Gülle anders als auf den Äckern verwertet werden könne. Außerdem würden Verfahren getestet, um einzelne Bestandteile, wie Nitrate oder Phosphate, aus der Gülle zu extrahieren.

Unterdessen hat der St. Huberter Schweinezüchter Jörg Boves gefordert, die Nitratbelastung im Grundwasser endlich in den Griff zu bekommen, anstatt Landwirte an den Pranger zu stellen. In einigen Regionen des Kreises Viersen sei zwar tatsächlich zu viel Nitrat im Grundwasser – allerdings ließe sich dies nicht allein auf den Einsatz von Gülle zurückführen. „CDU und SPD reden damit schlichtweg am Problem vorbei“, meint Boves, der für die FDP auch im Kempener Stadtrat mitarbeitet.

„Wir finden erhöhte Einträge vor allem unter Gemüseflächen, die zumeist nicht mit Gülle gedüngt sind, aber auch unter Kleegrasflächen, Geflügelwiesen von Biobauern, in Privatgärten oder bei undichten Kanälen“, sagt der Landwirt. Die einseitige Verlagerung der Verantwortung auf Düngung in der Landwirtschaft sei „Symbolpolitik auf Kosten einer ganzen Branche“, ergänzt Boves. In der aktuellen Debatte um Gülletransporte würden Landwirte pauschal kriminalisiert, kritisiert der FDP-Politiker. Boves: „Landwirte und Verbraucher haben ein gleich großes Interesse am Gewässerschutz, schließlich handelt es sich hier um die Lebens- und Produktionsgrundlage.“

Eine sachliche Problemlösung beziehe die Landwirte partnerschaftlich ein, anstatt sie öffentlich anzuprangern. Schon eine engere Kooperation zwischen Landwirten und Wasserwerken, die auf lokaler Ebene erfolgen müsse, könne hier weiterhelfen, meint Boves.

Quelle: http://rp-epaper.s4p-iapps.com/artikel/805337/37471221